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Kritik: Keine halben Sachen



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Keine halben Sachen

"Nun, sie ist -wie soll ich es nett ausdrücken?- der Antichrist."

Inhalt
Abwechslung kommt in das triste Leben von Nicholas Oseransky (Matthew
Perry), als neben ihm plötzlich Jimmy "Die Tulpe" Tudeski (Brude Willis)
einzieht, denn Jimmy ist ein bekannter Berufskiller. Von seiner Frau
getrieben, versucht er, Jimmy an eine Gang in Chicago zu verpfeifen, um das
Kopfgeld zu kassieren...doch seine Frau hat in Wirklichkeit anderes im
Sinn - wie eigentlich so ziemlich jeder ein doppeltes, mörderisches Spiel
spielt.


Meinung Wolfgang (wr) 8/10

Kurzkommentar
Für Freunde des gepflegten makabren Humors ist "Keine halben Sachen" eine
äusserst spassige kleine Gangsterkomödie. Hin und wieder etwas zuviel
Slapstick, aber ansonsten durchaus gelungen. Gut auch die Leistungen von
Perry, Peet und Willis.

Kritik
Zu Beginn herrscht die Enttäuschung vor: Mit Matthew Perry scheint ein
ziemlich austuaschbares Milchgesicht die Hauptrolle zu übernehmen, weit und
breit ist kein Sympathieträger in Sicht, der Humor beruht hauptsächlich auf
Slapstick, Bruce Willis taucht nur sporadisch auf, und die Story plätschert
eher beschaulich dahin. Doch etwa ab einem Drittel wandelt sich der Film,
wird deutlich spritziger. Die Handlung gewinnt an Fahrt, als die ersten
Komplikationen auftauchen, die nicht immer den Erwartungen des
storyerfahrenen Kinogängers entsprechen. Bruce Wilis spielt zwar weiterhin
keine echte Hauptrolle, aber sein Charakter wird besser eingesetzt, wenn
auch bis zum Schluss hin nicht optimal. Der wichtigste Punkt: Die witzigen
Stellen werden besser. Zwar rennen immernoch hin und wieder Leute gegen
geschlossene Glastüren, im Wesentlichen zieht der Film seinen Witz nun aber
aus der aberwitzigen Figurenkonstellation. Die Scherze sind zwar makaber,
aber dennoch meist gelungen. Damit ist für eine Komödie eigentlich schon
fast alles in trockenen Tüchern, aber es wird noch besser: Richtig Schwung
bringt Amanda Peet hinein, ihre Figur Jill, angehende Berufskillerin, hat
meist die besten Stellen. Und auch wenn Matthew Perry der gleiche
jungenhafte Schussel bleibt, so langsam wird klar, dass er diese Rolle
wunderbar ausspielt, passend zum Film.

Die schauspielerischen Leistungen gehen also durchaus in Ordnung,
handwerklich ist alles solide, die Charakterwahl sehr gut, und vorallem: Der
Humor stimmt. Im hinteren Drittel gibts hin und wieder noch ein paar
kleinere Längen, und das Ende hätte auch knackiger geraten dürfen, aber
alles in allem macht Regisseur Jonathan Lynn seine Sache gut. Das Auftreten
von insgesamt fünf Profikillern, etwa ebensovielen Auftraggebern und -so
ganz nebenbei- 10 Millionen Dollar sorgt jedenfalls für sehr erheiternde
eineinhalb Stunden. Kein grosser Film, der lange in Erinnerung bleiben wird,
aber gelungene Abendunterhaltung, und beileibe keine halbe Sache.

Fazit
Gelungene Gangsterkomödie

Keine halben Sachen
Originaltitel The Whole Nine Yards
Starttermin 20.04.2000
Genre Komödie
Daten USA, 98 min
Regie Jonathan Lynn
Drehbuch Mitchell Kapner
Darsteller Matthew Perry, Bruce Willis, Michael Clarke Duncan, Amanda Peet
Trailer Verschiedenen Formate und Grössen, Offizielle Seite