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Kritik: Keine halben Sachen (2000)
- Subject: Kritik: Keine halben Sachen (2000)
- From: Stephan Flory <megabyte@knuut.de>
- Date: 20 Apr 2000 06:26:49 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Sun, 21 May 2000 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: flory 22/991 f194203
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: Customer of UUNET Deutschland GmbH
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
- Xref: nr-do2.de.uu.net de.rec.film.kritiken:1021
"Keine halben Sachen"
Der Zahnarzt Nicholas "Oz" Oseransky (Matthew Perry) hat es wirklich
nicht leicht im Leben: Seine Praxis läuft nicht besonders, er hat
Schulden, seine Frau Sophie (Rosanna Arquette) will ihn umbringen
lassen. Und als ob das noch nicht reicht, zieht neben ihm auch noch der
Auftragskiller Jimmy "Die Tulpe" Tudeski (Bruce Willis) ein, der sich
dort vor seinen Mafia-Kollegen versteckt. Oz' Frau nötigt ihn, Jimmy bei
seinen Feinden zu verpfeifen und ein Kopfgeld zu kassieren.
Viel kann man zu "Keine halben Sachen" irgendwie nicht sagen. Es handelt
sich um eine solide Mischung aus Spaß, Romantik und Spannung, bei der
jedoch hauptsächlich der komödiantische Teil gelungen ist. Die
Darsteller scheinen viel Freude an ihren Rollen zu haben, auch wenn
diese meist eher eindimensional bleiben. Vor allem Amanda Peet sorgt als
schießwütige Zahnarzthelferin für eine Menge Spaß und macht auch als
splitterfasernacktes Ablenkungsmanöver eine gute Figur. Die anderen
Nebenrollen sind mit Rosanna Arquette, Kevin Pollak, Natasha Henstridge
und Michael Clarke Duncan ("The Green Mile") ebenfalls hochkarätig
besetzt.
Als Thriller oder Love-Story funktioniert der Film leider gar nicht so
gut, die romantischen Szenen sind eher lächerlich und richtige Spannung
will an den entsprechenden Stellen auch nicht aufkommen. Trotz allem
unterhält "Keine halben Sachen" den Zuschauer dank der teilweise äußerst
spielfreudigen Darsteller und einigen witzigen Drehbucheinfällen auf
routinierte Art und Weise. Daß der Spaß gegen Ende immer öfter durch
Slapstick-Einlagen erzwungen wird, mag manche stören, tut aber dem
Unterhaltungswert des Streifens im Großen und Ganzen keinen Abbruch.
O-Titel : "The hole nine yards", USA 2000
Regie : Jonathan Lynn
Länge : 103 Minuten
FSK : ab 12 Jahren freigegeben
Spaß Spannung Action Erotik Niveau Gesamt
++ + + + ***
Spaß/Spannung/etc.-Wertung bis drei +++
Gesamtwertung bis fünf *****
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