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Kritik: Der Mondmann (1999)



Der Mondmann

Original-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/filme99/mondmann.htm
Archiv-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/imho.htm
Rating: 80%

Komödie/ Drama/ Biografie, USA, 1999, 118 Min., 
Originaltitel: Man on the Moon, 
Regie: Milos Forman
Darsteller: Jim Carrey, Danny DeVito, Courtney Love, Paul Giamatti, 
Vincent Schiavelli, Peter Bonerz, Jerry Lawler, Gerry Becker 

Andy Kaufman - ein Komiker spaltet die Nation. Während die eine Hälfte
der Menschen seine Auftritte liebt, würde die andere Hälfte ihn am 
liebsten in die Wüste schicken. Trotz, oder gerade wegen dieser 
Kontroverse, hat er es geschafft, sich einen Namen zu machen. 

Schon als kleiner Junge hat Andy Kaufman (Jim Carrey) davon geträumt, 
einmal ein Star zu werden, und viele Menschen zu unterhalten. Aber es 
war ein weiter, harter Weg zum Erfolg, lange Zeit hat er in kleinen 
Bars vor wenigen Menschen gespielt, wo er aber erst nach langer Zeit 
mit einer Elvisparodie die ersten Lacher erntete. Hierbei sieht ihn 
auch der Manager George Shapiro (Danny DeVito) zum ersten Mal, und 
gleich will er Andy unter Vertrag nehmen und ihn ins Fernsehen 
bringen.
    Wie George aber schnell feststellt, ist Andy nicht leicht unter 
Kontrolle zu halten. Er und sein Freund und Mitautor Bob Zmuda (Paul 
Giamatti) haben ihre eigenen Ansichten, was komisch ist und was nicht.
Die Verantwortlichen des Fernsehsenders ABC zum Beispiel finden die 
absichtlich in eine Show eingebauten Übertragungsstörungen weniger 
lustig, die einzigen die darüber lachen können, sind Andy und Bob. Um 
die Fangemeinde aber zu halten, will und muß Kaufman immer derbere 
Späße bringen. Immer wieder inszeniert er mit Komparsen in der 
Öffentlichkeit Situationen, die ihn in den Augen der Zuschauer als 
seltsamen Vogel erscheinen lassen. Dummerweise führt das aber auch 
dazu, daß seine Familie ihm nicht mehr glaubt, weil sie hinter allem 
einen dummen Scherz vermuten, auch als er ihnen eröffnet, daß er an 
Krebs erkrankt ist. 

Ob man diesen Film mag, wird wohl zu einem großen Teil davon abhängen,
ob man mit dem Humor des Andy Kaufman zurecht kommt oder nicht. Privat
ist er ein sehr netter Mensch, dem man das, was er auf der Bühne und 
vor der Kamera macht, eigentlich gar nicht zutrauen würde. Dort 
nämlich schießt er in den Augen der Verantwortlichen und vieler 
Menschen oft weit übers Ziel hinaus - was ihm auf der anderen Seite 
aber auch viele Fans einbringt, die von seinen Auftritten begeistert 
sind.
    Der Anfang des Films ist recht seltsam, wäre für den sehr jung 
verstorbenen Andy Kaufman aber typisch gewesen: er beginnt mit dem 
Abspann, und er fordert die Kinozuschauer auf, doch nun bitte den Saal
zu verlassen, der Film sei nun zu Ende. Überragt wird diese Szene, wie
auch der Rest des Filmes, von einem Jim Carrey in Topform. Alleine 
durch seine Mimik bringt er sein Publikum zum Lachen, aber auch die 
ernsten Parts spielt er hervorragend, eine Leistung, die man ihm noch 
vor wenigen Jahren nicht zugetraut hätte.
    Was man nicht vergessen darf, ist die Tatsache, daß es diesen Andy
Kaufman wirklich gab, man also eine Biografie sieht. Viel 
Spielraum für Ausschmückungen gab es also nicht, dafür wird schon Bob 
Zmuda, der Freund Kaufmans, der im Film von Paul Giamatti gespielt 
wird, gesorgt haben, denn der ist als Mitproduzent einer der 
Verantwortlichen dieses Films.

heinz
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Alexander Werner Jachmann aka. Heinz

e-mail:  www@jachmann.de
URL: http://www.jachmann.de/