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Kritik: Ein Date zu Dritt



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Ein Date zu Dritt

"Champagner, Musik ... Amy in einem Kimono. Ich schwöre : wenn
Du nicht schwul wärst, Oskar, müßte ich Dich glatt umbringen."

Inhalt
Der reiche Geschäftsmann Charles Newman (Dylan McDermott, "In the Line of
Fire") glaubt fälschlicherweise, daß einer seiner potentiellen Architekten
(Matthew Perry) homosexuell ist und beauftragt ihn, ein Auge auf seine
Freundin Amy Post (Neve Campbell, "Scream") zu werfen, wenn sie mal ohne ihn
irgendwo feiern ist. Es kommt, wie es kommen muß und Architekt Oscar
verliebt sich in die hübsche Künstlerin, steht aber vor dem Problem, daß
selbst Amy denkt, er sei vom anderen Ufer ...


Meinung Thomas (ts) 7/10

Kurzkommentar
Trotz äußerst unspektakulärem Grundkonstrukt entpuppt sich "Ein Date zu
Dritt" als sehr kurzweilige Liebeskomödie, die vor allem durch die
wunderbaren Darsteller getragen wird. Lob auch an Regisseur Santostefano und
Drehbuchautor Vaccaro, daß es ihnen gelungen ist, dem Genre mal wieder einen
Film der Sorte "locker, leicht, spaßig" hinzufügen zu können.

Kritik
Die Credits zu Beginn des Films ließen Schlimmes befürchten : übertrieben
jazziges Gedudel, das wohl diese typische Erwartungshaltung an eine Komödie
aufbauen soll - der totale Fehlgriff.
Glücklicherweise stellten sich aber jegliche Befürchtungen als unbegründet
heraus. Sicherlich zeugt eine erneute Aufwärmung der typischen Story um die
sexuelle Neigung des Hauptdarstellers (Ist er nun homo oder hetero ?) wohl
bei keinem der Zuschauer mehr für großes Schmunzeln. Jedoch tragen sowohl
die Angebete Amy - gespielt von der screamenden Neve Campbell - als auch der
mißverstandene Matthew Perry ihre Rollen derart gekonnt locker, daß der
Spaß, den die Darsteller anscheinend bei den Dreharbeiten hatten, sofort auf
den Zuschauer überspringt. Ihre Sympathie gepaart mit dem gewohnt
souverän-ironischen Schauspiel Oliver Platt's (zuletzt in "Lake Placid")
weiß immer wieder zu gefallen und trägt den ganzen Film. Da mögen die
üblichen Figuren (Footballer Cartwright und Hygienefanatiker Newman) noch so
klischeegeprägt sein, die gute Laune kommt immer rüber und sorgt mit den
überraschend ausgefeilten und in keiner Situation peinlichen Dialogen zwar
nicht für die ultimativen Brüller, aber immer für die richtige Mischung an
Witz und Feingefühl.

So ist beispielsweise das (vorhersehbare) Verhältnis zwischen der wahrlich
bezaubernden Neve Campbell und dem bekannt tolpatschigen, aber sympathischen
Matthew Perry (z.Z. in "Keine halben Sachen") souverän inszeniert und gerade
für einen abend zu Zweit genau das Richtige. Die Energie und Lebensfreude,
die in Campbell's Charakter Amy steckt, wird perfekt vermittelt und so wirkt
selbst das unvermeidbare Happy-End weder sonderlich kitschig oder
ausgelutscht. Wenn auch "Ein Date zu Dritt" nicht um die übliche Menge an
Klamauk herumkommt (z.B. das ach so neue "vor Gegenstände laufen"), so muß
sich der Film wenigstens nicht auf diese Art von "Humor" stützen, um das
Publikum auf seine Seite zu ziehen.

Den Zuschauer erwartet also lockere Abendunterhaltung mit durchdachten
Dialogen, einer unspektakulären, aber soliden Liebesgeschichte, getragen von
sympathischen bis bezaubernden Darstellern.


Fazit
Locker-leichte Liebeskomödie mit sympathischen Darstellern


Ein Date zu Dritt
Originaltitel Three to Tango
Starttermin 01.06.2000
Genre Komödie
Daten USA, 98min, FSK 12
Regie Damon Santostefano
Drehbuch / Vorlage Rodney Vaccaro
Darsteller Neve Campbell, Matthew Perry, Oliver Platt, Dylan McDermott, uva.
Trailer Quicktime MOV, offizielle Site