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Kritik: 28 Tage



Hallo!

28 Tage, USA 2000
Originaltitel: 28 Days
Genre: Drama
Laufzeit: 106 Minuten
Regie: Betty Thomas
Darsteller: Sandra Bullock (Gwen Cummings), Viggo Mortensen (Eddie Boone),
Dominic West (Jasper), Azura Skye (Andrea), Elisabeth Perkins (Lily), Steve
Buscemi (Cornell)

Wertung in der Internet-Movie-Database (www.imdb.com): 6,8

Romantische Komödien standen bei Sandra Bullock in letzter Zeit nicht auf
ihren Drehplan. Das ist schade, ist doch "everybodys darling" gerade zu
solchen Filmen prädestiniert. Doch leider ist ihre letzte gelungene Komödie
schon eine Zeit lang her und sie versucht sich in anderen Metiers wie z.B.
im Film "28 Tage", in dem sie eine Alkoholikern miemt.

Worum gehts?

Gwen Cummings macht jeden Tag zur Party und ist ständig zugedröhnt. Dies
ändert sich allerdings, als sie nach der Hochzeit ihrer Schwester im
volltrunkenen Zustand in ein Vorstadthäuschen fährt und nur mit viel Glück
keiner verletzt wurde. Nun hat sie die Wahl: Entweder sie wandert ins
Gefängnis oder macht eine Entziehungskur. Sie wählt zweiteres ohne jedoch
den Willen zum Entzug zu zeigen. Sie will die Zeit einfach absitzen und dann
weiter machen wo sie aufgehört hat. Dies ändert sich allerdings nachdem man
ihren Unwillen entdeckt und sie ins Gefängnis verfrachten will. Jetzt
erkennt Gwen den Ernst der Lage und versucht ihr Leben in den Griff zu
bekommen....

Ich meine:

Hm, so sieht also eine Entziehungskur aus. Das scheint mir dann doch ein
bisschen zu einfach zu gehen. Da hat man schon beeindruckerndere und
erschütterndere Darbietungen Alkoholabhängiger gesehen. So ist schon mal
klar, dass man mit "28 Tage" keine Millieustudie drehen wollte, sondern
Bullock eine Plattform für das zu bieten, was sie am Besten kann: Einfach
toll aussehen.

Sie schaut lieb und nett aus, selbst wenn sie mit dem Kopf über der
Klomuschel hängt. Das soll jetzt keineswegs sexistisch klingen - Bullock ist
eine fabelhafte Schauspielerin, aber sie sollte ihre Stärken richtig
einschätzen. Und eine alkoholabhängige Frau zu spielen gehört einfach nicht
zu diesen.

So kommt es, dass der Film eigentlich nie wirklich erschütternd wirkt und
man hat bewusst recht witzige Szenen eingebaut, damit man zumindest ein
wenig zum Schmunzeln hat. "28 Tage" birgt keine Spur Dramatik. Sogar die
Aussprache zwischen den beiden Schwestern Gwen und Lily geht einem nicht
wirklich nahe. Das liegt mmn nicht an der Szene selbst, sondern an Bullock
und Elisabeth Perkins.

Allgemein gesprochen, wirkt in diesem Film nur ein Schauspieler mit, dem man
seine Rolle abkauft und das ist Steve Buscemi. Er spielt den Aufseher (?)
Cornell, der selbst einmal dem Alkohol verfallen war und jetzt seinen
Leidensgenossen mit Wort und Tat beisteht.

Fazit: Bullock-Fans werden sich diesen Film nicht entgehen lassen, müssen
aber ebenfalls zugeben, dass man bis auf eine fabelhaft aussehende Sandra
nicht wirklich viel zu sehen bekommt. Wem das genügt, kann ja mal einen
Blick risikeren, alle anderen: Finger weg....

Persönliche Bewertung des Films: 4/10.

Schladi

(c) Claus Schlamadinger

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