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Kritik: Aufgelegt (2000)



Aufgelegt

Original-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/filme99/aufgelegt.htm
Archiv-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/imho.htm
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Komödie/ Drama/ Schund, USA, 2000, 94 Min., 
Originaltitel: Hanging Up, 
Regie: Diane Keaton
Darsteller: Meg Ryan, Diane Keaton, Lisa Kudrow, Walter Matthau, Adam 
Arkin, Duke Moosekian, Ann Bortolotti, Cloris Leachman, Myndy Crist 

Lou Mozell ist alt geworden, und kann sich kaum noch selbst helfen. 
Eine der wenigen Dinge, an die er sich noch erinnern kann, ist die 
Telefonnummer seiner Tochter Eve, die er mehrmals täglich anruft. Sie 
wiederum befürchtet bei jedem Klingeln des Telefons, daß am anderen 
Ende der Leitung das Krankenhaus sein könnte, und ihr Vater gestorben 
sei. 

Auf ein langes Leben kann Lou Mozell (Walter Matthau) zurückschauen, 
aber von Erfolg gekrönt war es nicht immer. er hat drei Töchter, seine
Frau hat ihn aber schon vor langer Zeit verlassen, was er 
offensichtlich immer noch nicht ganz überwunden hat.
    Seine Töchter sind Eve (Meg Ryan), Georgia (Diane Keaton) und 
Maddy (Lisa Kudrow), die alle mit beiden Beinen fest im Berufsleben 
stehen, und sich kaum Zeit nehmen können um sich um ihren Vater zu 
kümmern, als der eines Tages schwerkrank in ein Hospital eingeliefert 
wird. Lediglich Eve versucht ernsthaft, sich etwas Zeit für Lou zu 
nehmen, während ihre beiden Schwestern mehr damit zu tun haben, sich 
als zweitklassige Schauspielerin einer Seifenoper oder Herausgeberin 
eines Frauenmagazins zu etablieren. 

Die schwachen Stellen des Filmes aufzuzählen, würde etwas zu lange 
dauern, und wohl auch niemanden wirklich interessieren, daher erwähne 
ich nur kurz die sehr wenigen brauchbaren Elemente des Filmes. Meg 
Ryan versucht das beste aus der Story herauszuholen, als Schwester 
zweier Personen, die ständig gequält grinsend über die Leinwand 
laufen, ist das aber so gut wie unmöglich. Die einzige Person im Film,
deren Rolle halbwegs als ausgearbeitet bezeichnet werden kann, ist die
des Vaters, alle anderen bleiben dem Zuschauer bis zum Ende des Filmes
nahezu unbekannt. In Rückblenden wird zwar versucht, die Vorgeschichte
der drei Frauen und ihre Beziehungen zueinander aufzudecken, das ganze
läuft jedoch viel zu verworren und unzureichend ab, so daß man sich 
kein Persönlichkeitsbild der drei Schwestern machen kann. 
Zusammenfassend: der Film ist eine einzige große Enttäuschung.

heinz
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Alexander Werner Jachmann aka. Heinz

e-mail:  www@jachmann.de
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