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Kritik: Aufgelegt (2000)
- Subject: Kritik: Aufgelegt (2000)
- From: Alexander Jachmann <heinz@dfki.de>
- Date: 25 May 2000 07:16:01 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Sun, 25 Jun 2000 00:00:00 GMT
- Followup-to: fido.ger.movie,maus.rec.kino,saar.rec.kino,de.rec.film.misc
- Keywords: jachmann 178/1054 f073044
- Newsgroups: fido.ger.movie,maus.rec.kino,saar.rec.kino,de.rec.film.kritiken
- Organization: University of Saarland, Computing Center, Germany.
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
- Xref: nr-do2.de.uu.net fido.ger.movie:12928 saar.rec.kino:488 de.rec.film.kritiken:1083
Aufgelegt
Original-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/filme99/aufgelegt.htm
Archiv-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/imho.htm
Rating: 0%
Komödie/ Drama/ Schund, USA, 2000, 94 Min.,
Originaltitel: Hanging Up,
Regie: Diane Keaton
Darsteller: Meg Ryan, Diane Keaton, Lisa Kudrow, Walter Matthau, Adam
Arkin, Duke Moosekian, Ann Bortolotti, Cloris Leachman, Myndy Crist
Lou Mozell ist alt geworden, und kann sich kaum noch selbst helfen.
Eine der wenigen Dinge, an die er sich noch erinnern kann, ist die
Telefonnummer seiner Tochter Eve, die er mehrmals täglich anruft. Sie
wiederum befürchtet bei jedem Klingeln des Telefons, daß am anderen
Ende der Leitung das Krankenhaus sein könnte, und ihr Vater gestorben
sei.
Auf ein langes Leben kann Lou Mozell (Walter Matthau) zurückschauen,
aber von Erfolg gekrönt war es nicht immer. er hat drei Töchter, seine
Frau hat ihn aber schon vor langer Zeit verlassen, was er
offensichtlich immer noch nicht ganz überwunden hat.
Seine Töchter sind Eve (Meg Ryan), Georgia (Diane Keaton) und
Maddy (Lisa Kudrow), die alle mit beiden Beinen fest im Berufsleben
stehen, und sich kaum Zeit nehmen können um sich um ihren Vater zu
kümmern, als der eines Tages schwerkrank in ein Hospital eingeliefert
wird. Lediglich Eve versucht ernsthaft, sich etwas Zeit für Lou zu
nehmen, während ihre beiden Schwestern mehr damit zu tun haben, sich
als zweitklassige Schauspielerin einer Seifenoper oder Herausgeberin
eines Frauenmagazins zu etablieren.
Die schwachen Stellen des Filmes aufzuzählen, würde etwas zu lange
dauern, und wohl auch niemanden wirklich interessieren, daher erwähne
ich nur kurz die sehr wenigen brauchbaren Elemente des Filmes. Meg
Ryan versucht das beste aus der Story herauszuholen, als Schwester
zweier Personen, die ständig gequält grinsend über die Leinwand
laufen, ist das aber so gut wie unmöglich. Die einzige Person im Film,
deren Rolle halbwegs als ausgearbeitet bezeichnet werden kann, ist die
des Vaters, alle anderen bleiben dem Zuschauer bis zum Ende des Filmes
nahezu unbekannt. In Rückblenden wird zwar versucht, die Vorgeschichte
der drei Frauen und ihre Beziehungen zueinander aufzudecken, das ganze
läuft jedoch viel zu verworren und unzureichend ab, so daß man sich
kein Persönlichkeitsbild der drei Schwestern machen kann.
Zusammenfassend: der Film ist eine einzige große Enttäuschung.
heinz
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Alexander Werner Jachmann aka. Heinz
e-mail: www@jachmann.de
URL: http://www.jachmann.de/