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Kritik: Aus Liebe zum Spiel (1999)



Aus Liebe zum Spiel

Original-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/filme99/spiel.htm
Archiv-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/imho.htm
Rating: 5%

Drama/ Sport, USA, 1999, 137 Min., 
Originaltitel: For Love of the Game 
Regie: Sam Raimi
Darsteller: Kevin Costner, Kelly Preston, John C. Reilly, Jena Malone,
Brian Cox, J.K. Simmons, Vin Scully, Steve Lyons, Carmine Giovinazzo 

Die Baseballmannschaft der Detroit Tigers hat schon bessere Zeiten 
gesehen, und so natürlich auch Billy Chapel, der Pitcher des Teams, 
der bereits seit 19 Jahren dort spielt. Aber nicht nur im sportlichen,
sondern auch im privaten Bereich will es bei ihm nicht ganz so, wie er
das gerne hätte, denn neben seiner Karriere steht auch seine Beziehung
an einem Scheideweg ... 

Billy Chapel (Kevin Costner) hat in seiner 19 Jahre langen Karriere 
als Pitcher bei den Detroit Tigers schon viele Höhen und Tiefen 
erlebt. Er war einer der ganz Großen seiner Zeit, seit einigen Jahren 
aber läuft es für ihn und sein Team nicht mehr sonderlich gut. Aus 
diesem Grund hat der Besitzer der Tigers das Team verkauft, 
was Chapel kurz vor Saisonende erfährt. Er steht nun vor der 
Entscheidung, entweder zu den verhaßten Yankees aus New York zu 
wechseln, oder aber seine Karriere zu beenden, er ist immerhin schon 
41 Jahre alt, und hat finanziell auf alle Fälle ausgesorgt.
    Wie im Sport, so auch im Privaten: seine Freundin Jane Aubrey 
(Kelly Preston) kann die Emotionen, die er für seinen Beruf hat, 
einfach nicht nachvollziehen. Ständig hat sie hinter einem kleinen 
weißen Ball nur den zweiten Platz im Leben Billys. Daher hat sie 
beschlossen, sich von ihm zu trennen, und das an dem Tag, an dem Billy
das letze Spiel für den Verein, mit dem er fast zwei Jahrzehnte erlebt
hat, bestreiten soll. Dieses letzte Spiel ist ausgerechnet gegen die 
Yankees, wo er in der kommenden Saison spielen soll. 

Das Drama eines fast schon abgehalfterten Baseballspielers und seiner 
Liebe zum Sport wurde unter anderem schon in "The Babe - ein 
amerikanischer Traum" mit John Goodman, ja selbst in der Komödie "Die 
Indianer von Cleveland" besser umgesetzt. Die Story ist unglaublich 
vorhersagbar und scheint meilenweit gestreckt, obwohl der Film 
eigentlich nur an einem Tag, am Tag des großen Spiels, stattfindet. 
Die vergangenen fünf Jahre, von der ersten Begegnung Billys mit Jane 
bis zum heutigen Tag werden in Rückblenden in den Spielpausen 
erzählt - und von diesen hat ein Baseballspiel mehr als genug. 
    Irgendwie kann man die Karriere Billy Chapels mit der des 
Hauptdarstellers Kevin Costner vergleichen, denn auch der hat den 
Zenit seines Schaffens offensichtlich überschritten, obwohl natürlich 
im Filmgeschäft für ein Comeback wesentlich mehr Zeit bleibt, als im 
Sport, wo man irgendwann einfach zu alt wird, um weiter mithalten zu 
können.

heinz
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Alexander Werner Jachmann aka. Heinz

e-mail:  www@jachmann.de
URL: http://www.jachmann.de/