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Kritik: Dogma (1999)



Dogma

Original-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/filme99/dogma.htm
Archiv-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/imho.htm
Rating: 95%

Komödie, USA, 1999, 130 Min., 
Originaltitel: Dogma, 
Regie: Kevin Smith
Darsteller: Ben Affleck, Matt Damon, George Carlin, Linda Fiorentino, 
Salma Hayek, Jason Lee, Jason Mewes, Alan Rickman, Kevin Smith, 
Chris Rock, Alanis Morissette, Janeane Garofalo 

Zwei von Gott verstoßene Engel wollen zurück nach hause in den Himmel.
Nachdem sie schon seit Ewigkeiten auf der Erde herumirren, haben sie 
nun endlich eine Lücke in der christlichen Glaubenslehre entdeckt, 
durch die sie dies schaffen können. Was sie aber nicht wissen: wenn 
sie ihr Vorhaben wirklich in die Tat umsetzen, hat das fatale Folgen! 

Die katholische Kirche hat Probleme. Immer mehr ihrer Schäfchen 
verlassen den rechten Weg des Glaubens, und wenden sich von den zehn 
Geboten und anderen Grundlagen der Religion ab. Cardinal Glick (George
Carlin) will seine Gemeinde daher mit populären Methoden wieder 
attraktiv für die heutige Zeit machen.
    Auch ein besonderes Ereignis wird in Cardinal Glicks Kirche in New
Jersey in wenigen Tagen stattfinden: die Kirche feiert ein Jubiläum, 
und an diesem Tag werden jedem, der eine Pforte in dieser Kirche 
durchschreitet, all seine Sünden vergeben werden, auch den gefallenen 
Engeln Loki (Matt Damon) und Bartleby (Ben Affleck), die von Gott 
höchstpersönlich verstoßen wurden, und auf diese Weise den einzigen 
Weg sehen, zurück nach hause zu kommen. Was die beiden aber nicht 
wissen ist, daß es mit der Schöpfung zu Ende sein wird, sobald sie 
durch die Pforte gehen, weil sie damit die Unfehlbarkeit Gottes 
widerlegen würden, und das komplette Dasein damit nichtig wäre.
    Was bleibt den Verantwortlichen im Himmel also anderes übrig, als 
zu versuchen, die beiden (Ex-)Engel aufzuhalten? Sogar Metatron (Alan 
Rickman), das offizielle Sprachrohr Gottes, macht sich neben den 
beiden Propheten Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith) an die
Arbeit; außerdem soll Bethany Sloane (Linda Fiorentino), eine junge 
Frau, die um etwa 27 Ecken mit Jesus verwandt ist, aber Probleme mit 
ihrem Verhältnis zum Glauben hat, ihnen dabei helfen, Loki und 
Bartleby aufzuhalten. Außerdem im Team: der 13. Apostel Rufus (Chris 
Rock) und eine Muse (Salma Hayek). 

Kevin Smith, der mit Filmen wie "Chasing Amy" oder "Clerks - die 
Ladenhüter" bereits eine große Fangemeinde um sich geschart hat, wird 
die Zahl seiner Fans mit diesem Film sicherlich noch vergrößern. Er 
war nicht nur als Regisseur und Autor an diesem Film beteiligt, 
sondern spielt auch (wieder einmal) die gar nicht einmal so kleine 
Rolle des Silent Bob, in der er zwar nur drei Worte Text hat, seiner 
Mimik aber könnte man stundenlang zusehen.
    Nach den ersten Sekunden, in denen der Zuschauer behutsam auf die 
folgenden zwei Stunden vorbereitet wird, weiß man schon so in etwa, 
was man zu erwarten hat: Gott, so der Vorspann, wird schon Spaß 
verstehen, das könne man alleine schon an der Existenz des 
Schnabeltieres erkennen - der Film wird sich also nicht sehr behutsam,
dafür aber um so humorvoller mit den Themen "Kirche" und "Christentum"
befassen. Und tatsächlich erfahren wir von Rufus, dem 13. Apostel, der
wohl wegen seiner schwarzen Hautfarbe aus der Bibel gestrichen wurde 
um die Zielgruppe nicht zu verwirren, daß auch Jesus ein Schwarzer 
war, und Gott weiblich ist.
    Die Besetzung des Filmes ist grandios: Salma Hayek, Chris Rock, 
Matt Damon, Ben Affleck und Alan Rickman, um nur die wichtigsten zu 
nennen, passen einfach in ihre Rollen. Und was das wichtigste ist: der
Film macht einen Riesenspaß - zumindest mir. Wer jedoch eine Allergie 
gegen solch lockere Interpretation der heiligen Schrift hat und in 
dieser Hinsicht keinen Spaß versteht, könnte vielleicht wütend das 
Kino verlassen, aber der ist dann selbst dran Schuld, denn er verpasst
einen herrlichen Film!

heinz
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Alexander Werner Jachmann aka. Heinz

e-mail:  www@jachmann.de
URL: http://www.jachmann.de/