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Kritik: Ein Date zu Dritt




>      "Ein Date zu Dritt"  17.05.2000 / Residenz (Bückeburg) 


Der letzte Besuch einer Sneak-Preview vor meiner diesjährigen
persönlichen Sommerpause. In den nächsten zwei Wochen werde ich u.a.
herausfinden, ob in Süd-Tirol Filme im Original, mit Untertiteln oder in
Synchronisation im Kino laufen. 

Vorher wird aber in heimischen Gefilden und in bekannter, angenehmer
Atmosphäre noch einmal die Sneak-Preview genossen. 

>                           Zum Inhalt ... 

Der große Tycoon Charles Newman (Dylan McDermott) plant den Umbau eines
alten Schloßkomplexes. Die beiden Architekten Oscar Novak (Matthew Perry)
und Peter Steinberg (Oliver Platt) präsentieren ihren Entwurf und kommen
in die engere Wahl. Ein noch zu erstellendes Modell soll letzte Klarheit
bringen. 

Newman hat allerdings noch andere Dinge mit dem augenscheinlich leicht
schusseligen Oscar vor. Newman wacht mit Argusaugen über seine Geliebte
Amy Post (Neve Campbell), die er sich neben seiner Frau erlaubt. Da er -
fälschlicherweise - Oscar für genauso schwul wie dessen Partner Peter
hält, scheint er der ideale "Beschatter" für Amy zu sein. 

Mit dem Druck des millionenschweren Auftrages im Nacken willigt Oscar ein
und freundet sich mit der, wie sich herausstellt, äußerst attraktiven Amy
an ... 

>                                Hmm ... 

Matthew Perry hat schon in "Keine Halben Sachen" sein komödiantisches
Talent unter Beweis gestellt. An Neve Campbells Seite macht er ansatzlos
da weiter, wo er bei Bruce Willis aufeghört hat. Perry kann den
ahnungslosen Naivling wirklich überzeugend spielen, ohne jemals nervig
oder kitschig zu werden. 

Viele, viele Stichworte erhält er vom wunderbar tuntigen Oliver Platt,
der auch in "The Impostors" Freude - wenn auch in einer anderen Klasse -
verbreitete. Vervollständigt wird das Trio der Hauptdarsteller durch die
liebenswerte Neve Campbell. Neben dem wirklich makellosen Aussehen *g*
(Enstchuldigung Sandra ;-) funktioniert auch das Zusammenspiel mit Perry
auf's Vorzüglichste. 

Dem Titel nach des Trios Dritter ist eigentlich Dylan McDermott, der den
reichen und arroganten Geschäftsmann durchaus plausibel macht, aber wie
alle übrigen Mitspieler mehr Staffage ist. Lediglich während des Abspanns
bekommt er einen wohlverdienten Lacher ... 

Die Geschichte an sich ist klassisch verwechslungstechnisch und ohne
überflüssige Schnörkel. Sie leistet sich keine Längen und tatsächlich
fühlt man sich sogar viel zu früh aus dem Saal entlassen. Ein bißchen
übertrieben die Präsentation der schwulen Gemeinde, "Three To Tango" - so
der Originaltitel - kommt zwar deutlich weniger "weich" dhahäär wie zB.
"The Birdcage", rührte in der Klischeekiste aber trotzdem noch ganz gut
herum. 

Aber da hier sicher keine Lanze für den "gay professionell of the year"
gebrochen werden, sondern dem Publikum ein Film für einen lustigen Abend
präsentiert werden. Und da müssen Klischees, so sie denn nicht allzu
übertrieben verwendet werden, ja nicht das Schlechteste sein. 

Na bitte, gute Unterhaltung ohne Tiefgang mit einer reichlichen Prise
Liebe und einem netten Hollywoodende. Fehlt nur noch der Sonnenuntergang!

Andreas
-- 
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There's always a bigger fish.                  letztes Update: 18.05.2000
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