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Kritik: Being John Malkovich (1999)
- Subject: Kritik: Being John Malkovich (1999)
- From: Christina Gross <changeling@darcy.inka.de>
- Date: 5 Jun 2000 08:05:49 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Thu, 06 Jul 2000 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: gross 32/1063 f016084
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: (Posted via) INKA e.V. http://www.inka.de/
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
Being John Malkovich
Ein Film von Spike Jonze
Mit John Malkovich, John Cusack, Cameron Diaz, Catherine Keener u. a.
Puppenspieler Craig Schwartz (John Cusack) muss einsehen, dass er von
seiner Kunst nicht leben kann, und sucht sich einen Job. Nach einem
bizarren Vorstellungsgespräch bei Dr. Lester (Orson Bean) arbeitet er
im 7 ½. Stock eines Hochhauses, wo die Räume so niedrig sind, dass
Menschen von durchschnittlicher Körpergröße sich ständig bücken
müssen. Obwohl er mit der sanften Tierfreundin Lotte (Cameron Diaz)
verheiratet ist, verfällt er sofort der smarten Maxine (Catherine
Keener), die auch auf seinem Stockwerk arbeitet. Dummerweise will sie
von ihm nichts wissen. Per Zufall entdeckt Craig in seinem Büro eine
kleine Tür, die hinter einem Aktenschrank verborgen war. Als er
hindurchkriecht, wird er plötzlich ins Gehirn des Schauspielers John
Malkovich gesaugt. Noch bevor er sich ganz von seinem Schrecken erholt
hat, landet er an der Schnellstraße nach New Jersey. Er erzählt Maxine
von seiner Entdeckung, um sie zu beeindrucken. Doch die verliebt sich
nicht in ihn, sondern in Lotte - aber nur wenn die im Körper von
Malkovich steckt.
BEING JOHN MALKOVICH ist weit mehr als eine urkomische Groteske. Es
ist ein Film über Menschen, die nicht das sind, was sie sein wollen.
Craig schlüpft durch seine Puppen in andere Personen. Lotte verteilt
ihre Liebe auf ihre exotischen Haustiere. Maxine hingegen ist der
typische Ich-bezogene Yuppie, der den versponnenen Craig keines
zweiten Blickes würdigt, weil er keine Designerklamotten trägt. Allen
drei fehlt etwas, ob es ihnen bewusst ist oder nicht. Und mittendrin
ist John Malkovich, der sich fragt, ob er allmählich den Verstand
verliert. Hut ab, dass er bei diesem Spaß mitgemacht hat. Cameron Diaz
und John Cusack sind kaum wiederzuerkennen unter ihren zotteligen
Mähnen. Sie tragen den Teil des Films, der über das Komische
hinausgeht, und das mit Bravour. Spike Jonze mutet den Zuschauern eine
Menge zu, vor allem, wenn sie nur eine bizarre Komödie erwartet haben.
Aber von einem kleinen Stolperschritt mal abgesehen, gelingt ihm diese
Gratwanderung zwischen Komik und Tragik. BEING JOHN MALKOVICH ist sein
beeindruckendes Debüt als Spielfilmregisseur. Sowohl menschliche als
auch tierische Darsteller spornt er zu Höchstleistungen an.
Ein Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
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Hin und wieder macht es Spass, sich mit Themen zu beschaeftigen,
die sich an Menschen richten, die älter als 25 sind.
Clint Eastwood
Gesehen und Gelesen: http://sites.inka.de/darwin