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Kritik: Lebenslänglich (1999)



Lebenslänglich

Original-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/filme99/life.htm
Archiv-URL: http://www.zelluloid.de/heinz/imho.htm
Rating: 50%

Komödie/ Drama, USA, 1999, 108 Min., 
Originaltitel: Life 
Regie: Ted Demme
Darsteller: Eddie Murphy, Martin Lawrence, Obba Babatundé, 
Nick Cassavetes, Anthony Anderson, Barry Shabaka Henley, 
Brent Jennings, Bernie Mac, Miguel A. Núñez Jr., Rick James 

Zwei kleine Ganoven, von denen einer eigentlich noch nicht einmal ein 
echter Ganove ist, werden in dem amerikanischen Südstaaten der 30er 
Jahre blutverschmiert bei der Leiche eines stadtbekannten Mannes 
gefunden. Die beiden streiten zwar ab, den Mann getötet zu haben, 
dennoch kann es in den rassistischen Südstaaten für zwei Schwarze nur 
ein Urteil geben: Lebenslänglich! 

Im Jahr 1932 hat Kleinganove Ray Gibson aus New York (Eddie Murphy) 
Schulden bei Spanky (Rick James), die er nicht bezahlen kann. Um 
seinen Daumen zu retten, den Spanky ihm als erste Rate auf seine 
Schulden anrechnen will, macht Ray ihm das Angebot, ihm einen Laster 
gefüllt mit Alkohol aus dem Süden zu besorgen, was in den Zeiten einen
großen Wert darstellt. Als Fahrer für den Laster hat Ray sich den 
Bankangestellten Claude Banks (Martin Lawrence) ausgesucht, der 
ebenfalls Schulden bei Spanky hat.
    Die Fahrt in den Süden verläuft nahezu ohne Probleme, lediglich 
hungrig sind die beiden Schwarzen bei ihrer Ankunft am Ziel, denn in 
den Südstaaten ist es zu dieser Zeit nahezu unmöglich, in einer 
normalen Kneipe etwas zu essen zu bekommen - der Eintritt für Farbige 
ist dort verboten. Auch die Ladung bekommen sie ohne Probleme, aber 
dummerweise spielt Ray nur zu gerne, und so kommt es, daß die beiden 
plötzlich ohne einen Cent für Benzin auf der Straße stehen. Einen 
Schuldigen hat Ray auch schnell ausgemacht: er vermutet, daß ihn einer
seiner Gegner im Pokerspiel betrogen hat. Der Falschspieler ist 
auch schnell gefunden, allerdings war jemand anderes schneller als die
beiden und hat ihn getötet, nun aber stehen die beiden 
blutverschmiert neben der Leiche, als sie gefunden werden. Für den 
Richter ist das Urteil eindeutig: obwohl Ray und Claude zwar den 
Alkoholschmuggel gestehen, mit dem Tod des Mannes aber nichts zu tun 
haben wollen, verurteilt er sie zu einer lebenslänglichen 
Freiheitsstrafe in einem Arbeitslager. 

Der Film hat zwar einige wirklich saukomische Szenen, dennoch ist es 
irgendwie keine Komödie, auch wenn man das bei der Besetzung mit 
Martin Lawrence und Eddie Murphy eigentlich erwarten könnte. Irgendwie
schienen sich die Macher des Films zu keiner Entscheidung durchringen 
zu können, ob der Film denn nun eine Komödie oder eine 
Gefängnisdokumentation werden sollte. Immerhin aber war der Film bei 
den Oscarverleihungen für die beste Maske nominiert, und das war 
berechtigt, denn wenn man nicht weiß, daß die beiden alten Männer am 
Ende des Filmes Lawrence und Murphy sind, würde man es kaum 
erahnen - ich hoffe nur, ich habe damit nicht zu viel verraten, ich 
glaube aber, eher nicht.

heinz
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Alexander Werner Jachmann aka. Heinz

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