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Kritik: Hals über Kopf
- Subject: Kritik: Hals über Kopf
- From: Andreas Edler <andreas@filmfacts.de>
- Date: 21 Apr 2001 08:15:05 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Tue, 22 May 2001 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: edler 115/1577 f074433
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: filmfacts
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
- Xref: businessnews.de.uu.net de.rec.film.kritiken:1607
> "Hals über Kopf"
> "Cinema" Bückeburg (12.04.2001)
Ausnahmsweise mal nicht an einem Mittwoch lud das Bückeburger
Kinocenter zu seiner Sneak-Preview ein. Der Gründonnerstag bot sich
an, eine Doppelsneak zu veranstalten und da bekanntermaßen in unseren
Landen der Karfreitag ein arbeitsfreier Tag ist, war auch der
Zuschauerandrang recht groß. Beide großen Säle wurden bespielt und
waren auch vorab schon praktisch ausverkauft.
Mit leichter Zeitverzögerung startete der erste Teil der langen
Filmnacht auch im diesmal - glücklich zugeteilten - Cinema. Endlich
mal 'ne Sneak ohne Nikotin. Die Hoffnungen gingen in Richtung "Die
purpurnen Flüsse", aber leider war uns Jean Reno nicht vergönnt ...
> Zum Inhalt ...
Mit Männern hat Amanda (Monica Potter) ihre liebe Not. Irgendwie
neigen alle ihre Beziehungen dazu, sich nicht auschließlich mit ihr zu
beschäftigen. Und nachdem sie ihren aktuellen Freund mit einer anderen
in Flagranti erwischt hat, ist Amanda als Single auf Wohnungssuche.
Eine vielversprechende Annonce führt sie zu einem äußerst feudal
eingerichteten Appartment in einer noblen Gegend. Der "Haken" ist, daß
sie eine Mitbewohnerin von 4 ziemlich oberflächlichen, weltfremden
aber herzensguten Modells wäre.
Doch die niedrige Miete reißt alles raus und Amanda schlägt zu. Schon
nach kurzer Zeit fällt ihr der in einer gegenüberliegenden Wohnung
lebende june Mann auf. Ihre Mitbewohnerinnen klären sie auf, daß Jim
Winston (Freddie Prinze Jr.) *der* Mann in der Modebranche ist und zu
allem Überfluß auch noch Single. Da werden die Knie auf der Stelle
weich ... Doch wie an den Kerl rankommen?
> Hmm ...
Tja, hübscher als Jean Reno war die gesamte Schauspielerbande dieses
Films des bisher unbeschriebenen Blattes Mark S. Waters auf jeden
Fall. Darstellerisch das Wasser reichen konnte ihm selbstverständlich
niemand der Abziehbilder, aber das ist garantiert auch nicht gewollt.
"Head over Heels" - so der Originaltitel - ist absolut harmlose
Unterhaltung für einen flotten Kinoabend. Unsere weiblichen
Begleitungen amüsierten sich jedenfalls köstlich und waren heilfroh
keine blutrünstigen Splattermovies vorgesetzt zu bekommen.
Ins Auge springende Lücken weist das Script nicht auf, die Geschichte
wird flott erzählt und die meisten Gags zünden voll. Nicht zuletzt die
Slapstickeinlagen einiger Modells reizten zum Lachen - obwohl es
eigentlich recht platt ist, wenn jemand mit verbundenen Augen vor eine
Säule rennt. *g* Für die weiblichen Besucher gab Freddie Prinze Jr.
sein einnehmendes Grinsen zum Besten, dazu noch fahrstuhltaugliche
Musikberieselung und ein paar fiese Gangster - fertig ist die
Samstagabendunterhaltung für den kleinen Popcornhunger vor der Disco.
"Hals über Kopf" muß man nicht gesehen haben, aber er tut auch nicht
weh, wenn man aus Versehen in den Film gerät.
Andreas
--
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There's always a bigger fish letztes Update: 13.04.2001