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Kritik: America's Sweethearts (2001)
- Subject: Kritik: America's Sweethearts (2001)
- From: Stephan Flory <stephan@moovienet.de>
- Date: 7 Oct 2001 09:05:17 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Wed, 07 Nov 2001 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: flory 100/1764 imdb0265029
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: T-Online
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
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"America's Sweethearts"
INHALT
Das beliebte Hollywood-Traumpaar Gwen Harrison (Catherine Zeta-Jones)
und Eddie Thomas (John Cusack) haben sich getrennt. Zur Promotion ihres
neuesten Films will der Studioboss Dave Kingman (Stanley Tucci) die
beiden jedoch wieder vereint sehen. Für diese heikle Aufgabe engagiert
er den Marketing-Guru Lee Phillips (Billy Crystal), der gemeinsam mit
Gwens Schwetser Kiki (Julia Roberts) sein Möglichstes versucht, die
beiden bis zur Premiere zu versöhnen.
KRITIK
Ein ziemliches Staraufgebot wurde in dieser leichten Liebeskomödie mit
satirischem Einschlag versammelt. Dirigiert wird es von dem Produzenten
Joe Roth, der seit 1990 keinen Film mehr inszeniert hat und auch damals
keinen besonders bemerkenswerten. Daß er wenig Routine hat merkt man an
der nicht sehr sorgfältigen Inszenierung. Sämtliche Darsteller, die ihre
Fähigkeiten alle schon mehrfach bewiesen haben, chargieren nur und haben
keine Chance, ihre eindimensionalen Charaktere zu entwickeln. Daß John
Cusack und Catherine Zeta-Jones nicht als Beziehungspartner taugen, weiß
man übrigens schon seit "High Fidelity". Die beiden als
Hollywood-Traumpaar darzustellen, wirkt insofern ein wenig lächerlich,
da die Chemie zwischen den beiden wirklich nicht stimmt. Besser passen
da schon Cusack und Julia Roberts zusammen, das wird dem Zuschauer viel
zu früh klar und er kann das Ende bereits nach zehn Minuten voraussehen.
Dazwischen haben vor allem Billy Crystal und Stanley Tucci hervorragende
Momente: Das Drehbuch legt ihnen teilweise ziemlich derbe Witze in den
Mund, die den Beziehungskitsch wieder einigermaßen aufwerten. Maßgeblich
beteiligt daran war ebenfalls Billy Crystal, dessen Humor ohnehin
manchmal ins Sarkastische abdriftet. Dieser bissige Humor tut dem Film
aber merklich gut, denn ansonsten bekommt man nicht viel geboten.
"America's Sweethearts" verläßt sich voll und ganz auf seine aus lauter
"Sweethearts" bestehende Darstellerriege und vergißt darüber fast
jegliche Originalität und Inszenierungssorgfalt. Einige böse
Anschlußfehler sowie die sehr holprig geschnittenen Slapstick-Szenen
fallen besonders negativ auf. Dank seines recht gut getimeten und
kontinuierlichen Strom an guten Gags und den vielen bekannten Gesichtern
(zum Beispiel hat auch Christopher Walken einen famosen Kurzauftritt)
unterhält der Film dennoch. Nette Unterhaltung für zwischendurch mit
einigen wenigen Seitenhieben auf die Verhältnisse in Hollywoods
Studiosystem und einen konstruierten, aber ganz witzigen Schlugag. Nicht
mehr und nicht weniger.
O-Titel : "America's Sweethearts", USA 2001
mit Julia Roberts, Billy Crystal, Catherine Zeta-Jones, John Cusack,
Hank Azaria, Stanley Tucci, Christopher Walken, Alan Arkin
Regie : Joe Roth
Buch : Billy Crystal, Peter Tolan
Länge : 103 Minuten
FSK : ab 6 Jahren freigegeben
Start : 11. Oktober 2001
Spaß Spannung Action Erotik Niveau Gesamt
++ + + ***
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"Es ist egal, was Du bist. Hauptsache ist, es macht Dich glücklich!"
(Farin Urlaub)
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