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Kritik: America's Sweethearts (2001)



America's Sweethearts

Es scheint ein ganz merkwürdiger Zufall zu sein, dass ausgerechnet in dieser
Zeit wieder einmal einige Filme in die deutschen Kinos kommen, die "America"
im Titel tragen. Aber sowohl American Pie 2 als auch America's Sweethearts
waren schon seit längerem angekündigt und haben auch gar nichts mit den
Anschlägen in New York und Washington zu tun - es handelt sich um harmlose
Komödien.

Im Falle von America's Sweethearts geht es um ein Schauspielerehepaar,
bestehend aus Catherine Zeta-Jones (Traffic) und John Cusack (High
Fidelity), das sich getrennt hat, aber gemeinsam einen Film promoten soll.
Hui! Ganz schön knifflige Situation, in der sich Billy Crystal (Reine
Nervensache) als PR-Berater des Studios da befindet! Er muss auf die Hilfe
von Julia Roberts (Erin Brockovich) setzen, die ihrer Film-Schwester den
Arsch hinterherträgt. Gemeinsam wollen sie Catherine und John wieder
verkuppeln, aber John verliebt sich in... äh, nun, ja, ich will's nicht
verraten, es ist nämlich unglaublich originell - na gut, es ist gar nicht
originell, aber egal...

Dass der wohl größte Star des Films eine einfache Assistentin spielt, ist
erst mal eine originelle Idee, denn als Filmstar haben wir Julia Roberts in
Notting Hill und in echt oft genug gesehen. Aber das war es dann leider
schon mit den originellen Ideen bei America's Sweethearts. Zwischen einigen
sehr lustigen Szenen tun sich sehr bemühte Längen auf, die auch die vielen
namhaften Schauspieler (unter anderem noch Christopher Walken und Hank
Azaria) nicht ausgleichen können. Die reichlich klischeehaften Rollen tragen
da auch nicht gerade zum Wohlbefinden bei.

Billy Crystals Drehbuch wirkt ein bisschen zusammengeschustert und die
besten Sprüche hat er sich natürlich selbst zugeschrieben. Was aber wirklich
stört: als Satire auf Hollywood ist es einfach zu lieb, zu wenig
übertrieben. Ich glaube, dass wirkliche Stars noch viel schlimmer sein
können als im Film. Erst gegen Ende, wenn sich die Ereignisse überschlagen
und alles immer chaotischer wird, hat man öfter die Gelegenheit, wirklich zu
lachen, ehe der Film am Ende wieder ganz lahm wird.

America's Sweethearts ist insgesamt zu bemüht und taugt selbst zur simplen
Unterhaltung nur wenig. Zu viele gute Ansätze wurden in den Sand gesetzt und
selbst John Cusack und Julia Roberts, die ich beide an sich sehr mag, wirken
hier irgendwie farb- und lustlos. So reicht der Film gerade für einen
Kinoabend mit Freunden, aber nur, wenn man danach noch einen trinken geht.

ausreichend

America's Sweethearts
OT: America's Sweethearts
USA 2001, 102 min.
Regie: Joe Roth
Darsteller: John Cusack, Catherine Zeta-Jones, Billy Crystal, Julia Roberts,
Hank Azaria, Stanley Tucci
Für Fans von: Bowfingers große Nummer, Miss Undercover, Schnappt Shorty,
Notting Hill, Rossini
Link: http://www.americassweethearts-derfilm.de
--
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(Ben Folds - Still fighting it)

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