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Kritik: Herr der Ringe: Die Gefährten (2001)
- Subject: Kritik: Herr der Ringe: Die Gefährten (2001)
- From: Markus Schade <marks@markusschade.com>
- Date: 15 Dec 2001 18:37:08 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Tue, 15 Jan 2002 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: mschade 1/1824 imdb0120737
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: None
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
- Xref: read.news.de.uu.net de.rec.film.kritiken:1863
Filmkritik "Herr der Ringe: Die Gefährten"
http://german.imdb.com/Title?0120737
INHALT: Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.
Der Hobbit Bilbo Beutlin hinterlässt nach Drängen des Zauberers Gandalf
seinem Adoptivsohn Frodo den Einen Ring. Dieser macht sich auf den Weg zum
Schicksalsberg, weil er nur dort vernichtet werden kann. Fiele der Ring
Sauron, seinem ehemaligen Besitzer, wieder in die Hände, würde das das
Ende von Mittelerde bedeuten. Begleitet wird er auf seiner Reise von 8
Gefährten. Auf ihrem Weg werden sie gejagt von den Ringgeistern (Nazgul),
den Orks sowie einer gräßlichen Kriegerkreaturzüchtung (Urukhai).
Ein weiterer ständiger Begleiter bleibt das Geschöpf Gollum, dem Bilbo den
Ring "abgenommen" hat.
KRITIK:
Das Warten hat sich gelohnt. Die Mammutproduktion Peter Jacksons ist zum
Glück nicht zum Fiasko geworden, daß manche prophezeit haben.
Spannungsgeladene 178 Minuten erwarten den Kinobesucher, die nie die
Langeweile aufkommen lassen, welche im ersten Band streckenweise zu merken
ist.
Die Handlung beginnt mit der Geschichte des Ringes, welcher von Sauron,
dem dunklen Herrscher geschmiedet wurde, um die anderen Ringe der Macht,
welche die Elben, Zwerge und Menschen haben/hatten, zu beherrschen.
Die Einleitung endet mit einer leinwandfüllenden Schlacht in der die
Menschen und Elben gegen die Armeen Saurons kämpfen. Als der Kampf fast
verloren scheint, wird Saurons Hand mit dem Einen Ring abgeschlagen.
Danach beginnt die eigentliche Geschichte mit Gandalfs Ankunft in der
Heimat Bilbos und Frodos: dem Auenland.
Der Film besticht durch atemberaubende Landschaften, einen stimmungsvollen
Soundtrack und, Dank der Buchvorlage, einer phantastischen Story.
Auch die Special Effects wirken zu keiner Zeit künstlich oder
fremd. Besonders die Minen Morias in ihrer gigantischen Größe und das
Balrog, welches die Gefährten bis zum Ausgang der Minen verfolgt, sind
eindrucksvoll in Szene gesetzt.
Leider sind trotz der Länge einige Episoden nicht mit im Film
enthalten, was aber dem Gesamtwerk keinen Abbruch tut. Die künstlerischen
Freiheiten, welche mit Tolkiens Werk absolut nicht übereinstimmen,
wie der Ausbau der Rolle Arvens (Liv Tyler), werden den Fans der Bücher,
wie auch die anderen Detailänderungen, genügend Diskussionsstoff für
Wochen bieten. Von diesem Standpunkt aus, muss man Tolkiens Sohn Recht
geben, daß der Film oberflächlich ist.
Bedenklich ist an manchen Stellen die FSK12 Freigabe, da die Darstellung
der Orks, Nazguls und Urukhai recht schaurig und furchteinflößend ist.
Auch die "Verwandlung" Bilbos und Galadriels (Cate Blanchett als
Elbenkönigin Galadriel) als sie vom Ring, welcher ein Eigenleben besitzt,
versucht werden, ist nichts für schwache Gemüter.
Das Ende des Film bildet der Anfang des zweiten Bandes, an der sich die
Gemeinschaft des Ringes trennt.
Trotz der Kritikpunkte verlässt man das Kino mit Gedanken, sich Teil 2 & 3
gleich anschliessend anzuschauen.
Markus Schade