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Kritik: Plötzlich Prinzessin (2001)
- Subject: Kritik: Plötzlich Prinzessin (2001)
- From: Stephan Flory <stephan@moovienet.de>
- Date: 20 Dec 2001 10:34:53 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Sun, 20 Jan 2002 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: flory 113/1837 imdb0247638
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: T-Online
- Sender: tln@zedat.fu-berlin.de (Thorsten L Nicolai)
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"Plötzlich Prinzessin"
INHALT
Die 15-jährige Mia (Anne Hathaway) ist ein schüchternes, unauffälliges
Mädchen. Eines Tages erfährt sie von ihrer Großmutter (Julie Andrews),
die sie noch nie vorher im Leben gesehen hat, daß sie die Prinzessin
Genovien ist. Und damit nicht genug: Sie soll ihrer Großmutter auf den
Thron folgen.
KRITIK
Regisseur Garry Marshall hat sich auf gefühlvolle Familienunterhaltung
spezialisiert. Er inszenierte (meist sehr erfolgreiche) Schmonzetten wie
"Pretty Woman", "Frankie und Johnny" oder "Die Braut, die sich nicht
traut". Mit "Plötzlich Prinzessin" dreht er seinen ersten auf ein
jüngeres Publikum zugeschnittenen Streifen. Die Anpassungsmaßnahmen dazu
fallen leider etwas unglücklich aus. Vor allem der auf aktuelle Charts
getrimmte Pop-Soundtrack ist einfach nur grausam, enthält er doch Songs
von so gefragten "Künstlern" wie den Backstreet Boys, Hanson, B*Witched
und Mandy Moore, die übrigens auch eine kleine Rolle im Film hat. Doch
nun zu etwas erfreulicheren Dingen wie der Besetzung: Julie Andrews
liefert als Königin des fiktiven Landes Genovien eine wirklich
überzeugende Vorstellung, auch einige Nebenfiguren fallen durchaus
positiv auf. Nicht ganz überzeugen mag die Hauptdarstellerin Anne
Hathaway, auch wenn sie rein äußerlich für die Rolle wie geschaffen zu
sein scheint. Vielleicht liegt das jedoch auch an dem klischeebehafteten
Drehbuch, das ihr wahrlich keine großen Worte in den Mund zu legen
vermag. Die Dialoge schwanken die meiste Zeit zwischen peinlich und
lächerlich. Überzeugend dargestellt wird jedoch der Konflikt Mias
zwischen ihrem "normalen" Leben und der schon durch ihre Geburt
auferlegten Verantwortung, der sie sich zunächst nicht stellen möchte.
Das Happy End ist da nur noch Formsache und kaum anders zu erwarten.
"Plötzlich Prinzessin" ist ein Film für Mädchen, das steht außer Frage.
Eine typische Aschenputtel-Geschichte, die die Oberflächlichkeit unserer
Gesellschaft darstellt, ohne dabei den Mut aufzubringen, sie auch
wirklich zu verurteilen.
O-Titel : "The Princess Diaries", USA 2001
mit Anne Hathaway, Julie Andrews, Heather Matarazzo, Hector Elizondo
Regie : Garry Marshall
Buch : Gina Wendkos (nach dem Roman von Meg Cabot)
Länge : 114 Minuten
FSK : ohne Altersbeschränkung freigegeben
Start : 20. Dezember 2001
Spaß Spannung Action Erotik Niveau Gesamt
+ + **+
--
"I've got a lifestyle to live, but no message to sing."
Clawfinger - Nothing going on
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