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Kritik: Plötzlich Prinzessin (2001)



"Plötzlich Prinzessin"

INHALT
Die 15-jährige Mia (Anne Hathaway) ist ein schüchternes, unauffälliges 
Mädchen. Eines Tages erfährt sie von ihrer Großmutter (Julie Andrews), 
die sie noch nie vorher im Leben gesehen hat, daß sie die Prinzessin 
Genovien ist. Und damit nicht genug: Sie soll ihrer Großmutter auf den 
Thron folgen.

KRITIK
Regisseur Garry Marshall hat sich auf gefühlvolle Familienunterhaltung 
spezialisiert. Er inszenierte (meist sehr erfolgreiche) Schmonzetten wie 
"Pretty Woman", "Frankie und Johnny" oder "Die Braut, die sich nicht 
traut". Mit "Plötzlich Prinzessin" dreht er seinen ersten auf ein 
jüngeres Publikum zugeschnittenen Streifen. Die Anpassungsmaßnahmen dazu 
fallen leider etwas unglücklich aus. Vor allem der auf aktuelle Charts 
getrimmte Pop-Soundtrack ist einfach nur grausam, enthält er doch Songs 
von so gefragten "Künstlern" wie den Backstreet Boys, Hanson, B*Witched 
und Mandy Moore, die übrigens auch eine kleine Rolle im Film hat. Doch 
nun zu etwas erfreulicheren Dingen wie der Besetzung: Julie Andrews 
liefert als Königin des fiktiven Landes Genovien eine wirklich 
überzeugende Vorstellung, auch einige Nebenfiguren fallen durchaus 
positiv auf. Nicht ganz überzeugen mag die Hauptdarstellerin Anne 
Hathaway, auch wenn sie rein äußerlich für die Rolle wie geschaffen zu 
sein scheint. Vielleicht liegt das jedoch auch an dem klischeebehafteten 
Drehbuch, das ihr wahrlich keine großen Worte in den Mund zu legen 
vermag. Die Dialoge schwanken die meiste Zeit zwischen peinlich und 
lächerlich. Überzeugend dargestellt wird jedoch der Konflikt Mias 
zwischen ihrem "normalen" Leben und der schon durch ihre Geburt 
auferlegten Verantwortung, der sie sich zunächst nicht stellen möchte. 
Das Happy End ist da nur noch Formsache und kaum anders zu erwarten.
"Plötzlich Prinzessin" ist ein Film für Mädchen, das steht außer Frage. 
Eine typische Aschenputtel-Geschichte, die die Oberflächlichkeit unserer 
Gesellschaft darstellt, ohne dabei den Mut aufzubringen, sie auch 
wirklich zu verurteilen.

O-Titel : "The Princess Diaries", USA 2001
mit Anne Hathaway, Julie Andrews, Heather Matarazzo, Hector Elizondo
Regie   : Garry Marshall
Buch    : Gina Wendkos (nach dem Roman von Meg Cabot)
Länge   : 114 Minuten
FSK     : ohne Altersbeschränkung freigegeben
Start   : 20. Dezember 2001

Spaß Spannung Action Erotik Niveau Gesamt
  +              +                   **+
-- 
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