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Kritik: Königin der Verdammten (2002)
- Subject: Kritik: Königin der Verdammten (2002)
- From: Stephan Flory <stephan@moovienet.de>
- Date: 17 Apr 2002 07:37:17 GMT
- Approved: tln@zedat.fu-berlin.de (drfk-mod)
- Expires: Sat, 18 May 2002 00:00:00 GMT
- Followup-to: de.rec.film.misc
- Keywords: flory 140/1947 imdb0238546
- Newsgroups: de.rec.film.kritiken
- Organization: T-Online
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"Königin der Verdammten"
INHALT
Der Vampir Lestat (Stuart Townsend) erwacht nach jahrhundertelangem
Schlaf und wird zum Rockstar, um sich bei einem großen Konzert im Death
Valley mit der Königin aller Vampire (Aaliyah) zu vereinigen.
KRITIK
Auf den "Vampire Chronicles" von Anne Rice basierte bereits "Interview
mit einem Vampir" mit Tom Cruise und Brad Pitt. Eine ganz besonders
lächerlich Spielart der Geschichte wählte Michael Rymer für seinen Film.
Der Vampir Lestat nutzt seine übersinnliche Stimme und die Scheinwelt
der Musikindustrie für einen persönlichen Kreuzzug, dessen Ziel stets
unklar bleibt. Will er nun gemeinsam mit Akasha, Königin der Verdammten,
die Weltherrschaft an sich reißen? Wir werden es wohl nie erfahren,
genausowenig wie was die Rolle der Jesse (überfordert: Marguerite
Moreau) eigentlich bezwecken sollte. Was will Lestat mit dieser wenig
charismatischen und ebenso wenig attraktiven Wissenschaftlerin oder
wasauchimmer sie überhaupt ist. Die in der Zwischenzeit bei einem
Flugzeugabsturz ums Leben gekommene Sängerin Aaliyah hätte sich nach
ihrer prinzipiell sympathischen Rolle in "Romeo must die" auch lieber
nach einem anderen Projekt umgeschaut. Ihr Auftritt ist eigentlich nur
lächerlich, der aufgesetzte Akzent, die Brutalität, das alles wirkt
unfreiwillig komisch. Eigentlich kann auf der darstellerischen Seite nur
Stuart Townsend halbwegs überzeugen, der den mit dem Leben unzufriedenen
Vampir Lestat als berechnenden und überheblichen Halbmensch spielt.
Seine Erscheinung prädestiniert ihn zudem für die Hauptrolle in der oft
weichgezeichnet wirkenden Szenerie einer kalten und bleichen Welt. Die
erotische Komponente des Vampirismus, die die Inszenierung oft
hervorheben möchte, funktioniert nur ansatzweise. Könnte an der
merkwürdigen Auswahl der Darstellerinnen liegen.
Lobenswert ist der Soundtrack, der eigens für die Filmband komponierte
Songs enthält, die die Faszination der Massen wenigstens etwas
begreifbar machen. Ansonsten ist "Königin der Verdammten" ein lahmes,
darstellerisch nur in der Hauptfigur überzeugendes Stück überflüssiger Film.
O-Titel : "Queen of the damned", USA 2002
mit Stuart Townsend, Marguerite Moreau, Vincent Perez, Aaliyah, Lena Olin
Regie : Michael Rhymer
Buch : Scott Abbott, Michael Petroni (nach dem Roman von Anne Rice)
Länge : 103 Minuten
FSK : ab 16 Jahren freigegeben
Start : 4. April 2002
Spaß Spannung Action Erotik Niveau Gesamt
+ ++ + **
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Do I listen to pop music because I'm miserable?
Or am I miserable because I listen to pop music?
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