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Kritik: 40 Tage und 40 Nächte (2002)



"40 Tage und 40 Nächte"

INHALT
Matt (Josh Hartnett) ist auch noch ein halbes Jahr nach der Trennung von 
Nicole (Vinessa Shaw) gefrustet und stürzt sich von einem Sex-Abenteuer 
ins Nächste. Als er von beängstigenden Visionen geplagt wird, beschließt 
er, 40 Tage lang auf jedwede sexuelle Intimität zu verzichten. Die 
Kollegen in Matts Firma schließen bereits Wetten ab, wie lange er es 
wohl durchhalten wird, während er Erica (Shannyn Sossamon) kennenlernt 
und langsam beginnt, über Nicole hinwegzukommen.

KRITIK
"40 Tage und 40 Nächte" läßt bei all denen, die den Neuen Markt in den 
letzten Jahren beobachtet haben, wohlige Nostalgie-Gefühle hochkommen. 
Da tummeln sich engagierte junge Menschen ohne erkennbare Probleme in 
hippen Internet-Firmen und designen tolle Webseiten oder überwachen 
Porno-Sites von ihren stylishen Büros aus. Die Protagonisten dieser 
Teenie-Comedy sind heute vermutlich alle arbeitslos, aber wen stört's. 
Die ganze Story ist ohnehin recht realitätsfern. Warum Matt jetzt 
unbedingt 40 Tage ohne Sex auskommen will, das begreift man eigentlich 
gar nicht so richtig. Aber Hauptsache, es werden rund um dieses Vorhaben 
ein paar ordentliche Zoten gerissen. Josh Hartnetts begrenztes 
komödiantisches Talent benötigt da schon die Hilfe der Nebendarsteller 
(witzig: Griffin Dunne aus "Road Trip") um zu einigen wirklich guten 
Gags zu kommen. Dazwischen gibt es einige wenig geistreiche Dialoge und 
vor allem viel Sex! Doch "40 Tage und 40 Nächte" wäre keine typische 
Teen-Comedy, wenn die Grundeinstellung des Films nicht zutief 
konservativ und beinahe prüde wäre. Matt ist nämlich noch keine Stunde 
lang enthaltsam, da trifft er bereits die große Liebe. Diese Lovestory 
macht aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit weitaus weniger Spaß Matts 
durchgeknallte Kollegen, die Wetten auf sein Scheitern (und sogar 
Sterben) abschließen.
Shannyn Sossamon hatte ihr Debüt in dem rockigen Mittelalter-Abenteuer 
"Ritter aus Leidenschaft" und erweist sich auch hier wieder als goldig. 
Leider ist ihre vom Drehbuch auferlegte Attitüde auch extrem fragwürdig. 
Sind denn junge Menschen wirklich immer nur auf Sex aus, auch wenn sie 
den/die scheinbar Richtige(n) treffen!?! Wenigstens beschreitet der Film 
auf formaler Basis nicht auch die ausgetretenen Pfade von "American Pie" 
und Konsorten, sondern findet zumindest zeitweise sogar fast zu einem 
eigenen Stil.
Wieauchimmer, "40 Tage und 40 Nächte" bietet solide 
no-brain-Unterhaltung mit einigen wirklich witzigen Gags. Der etwas 
hölzerne Hauptdarsteller sowie der Realitätsverlust der armen 
Drehbuchautoren (möge doch jemand einmal einen Arzt rufen!) machen den 
Film jedoch zu einem zwiespältigen Vergnügen.

O-Titel : "40 days and 40 nights", GB/USA/F 2002
mit Josh Hartnett, Shannyn Sossamon, Paulo Costanzo, Griffin Dunne
Regie   : Michael Lehmann
Buch    : Rob Perez
Länge   : 95 Minuten
FSK     : ab 12 Jahren freigegeben
Start   : 30. Mai 2002

Spaß Spannung Action Erotik Niveau Gesamt
  ++                    +             **+
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          Do I listen to pop music because I'm miserable?
         Or am I miserable because I listen to pop music?

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